Wenn die Energie stimmt

Wie ein ganzheitliches Konzept auf jeder Ebene für Glücksmomente sorgt

© Goldener Berg Oberlech

Mehr Licht, mehr Natur, mehr Bohemian Lifestyle. Im Sommer 2018 wurde der Goldene Berg renoviert. Das Ergebnis: Ein besonderes Berghotel, das in jeder Hinsicht einer wohldurchdachten und mit viel Liebe zum Detail umgesetzten Wohlfühl-Philosophie folgt. Und eine ausgesprochen positive Energie ausstrahlt. Diese Energie entsteht nicht nur durch das ganzheitliche Konzept, das Architektur, Kulinarik und Wellness umfasst, sondern vor allem durch Daniela Pfefferkorns persönlichen, leidenschaftlichen Einsatz und ihr Gespür für die Bedürfnisse ihrer Kunden. Und diese Feinfühligkeit kommt nicht von ungefähr.

© Goldener Berg Oberlech
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L.L.

Der Sommer 2018 stand im Zeichen des Wandels.Der Goldene Berg wurde innen und außen neu gestaltet.Wann hattest Du die Vision dazu und was wurde alles erneuert?

D.P.

Mit der Idee bin ich schon seit Jahrzehnten schwanger gegangen, allerdings hatten andere Dinge, die dringender erneuert werden mussten, bisher immer Vorrang. Das Haus wurde aus verschiedenen Baukörpern zusammengesetzt, die eigentlich nicht zusammenpassen. Als jetzt allerdings akut Schwierigkeiten mit der Bausubstanz aufgetreten sind, mussten wir handeln. Ein großes Anliegen war uns die thermische Sanierung. Ein Kaltdach, durch das die Energie nach außen geleitet wird, ist im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr zeitgemäß.

Wir haben im ganz großen Stil renoviert: Der gesamte Zwischenbereich wurde abgerissen, sämtliche Fenster wurden entfernt und erneuert und alle Gänge sind komplett neu. In den einzelnen Zimmern haben wir die Heizkörper verlegt und die Tür-Fenster-Kombination durch Doppeltüren ersetzt. Zudem ist die hintere Wand Vergangenheit – jetzt gibt es ein großes Fenster. Die Balkone wurden, ebenso wie zum Teil auch die Dächer, abgerissen und erneuert. Der Zwischenbau ist nun aus einem Guss, genauso wie die runde Halle, die sich jetzt ebenfalls homogen in das Gebäude einfügt. Mit der Neugestaltung haben wir natürlich auch neue Auflagen umgesetzt, zum Beispiel hinsichtlich des Brandschutzes.

L.L.

Wie wichtig war der Miteinbezug der Natur und der Berge auf die Architektur?

D.P.

Sehr wichtig! Mein Auftrag an den Architekten war, sich vom natürlichen Umfeld und von den ursprünglichen Elementen des Hauses inspirieren zu lassen. In den 30er-Jahren waren Pultdächer in Mode. Heutzutage baut man so nicht mehr, aber wir haben das Dach, inklusive der stützenden Pfeiler, erhalten. Die regionalen Materialien Stein, Holz und Glas reflektieren die Umgebung. Die natürliche Kulisse steht im Fokus, der Gast soll die Berge wie durch einen Bilderrahmen durch die Fenster, die die Landschaft auch gleichzeitig spiegeln, sehen. Wir haben unbehandeltes Holz, dass im Laufe der Zeit nachdunkelt, verwendet. Zudem verzichten wir ganz bewusst auf den eher einheitlichen Chalet-Charakter, wir sind ein Berghaus, das ein fröhliches und entspanntes Ambiente ausstrahlt.

© Goldener Berg Oberlech
© Goldener Berg Oberlech
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© Goldener Berg Oberlech
© Goldener Berg Oberlech
L.L.

Du setzt auf „Glücksmomente“ im Hotel. Neben den elektrosmogfreien Zimmern sorgt das Zirbenholz für erholsamen Schlaf. Wie schaffst Du es, dass im Hotel die Energie stimmt?

D.P.

Das Thema „gute Energie“ liegt mir besonders am Herzen. Wir arbeiten mit dem Quantenphysiker Hans Ellmauer aus St. Johann zusammen. Er kümmert sich um die elektrosmogfreien Zimmer und darum, dass die Räume frei von Erdstrahlen sind. Außerdem bereitet er auch das Wasser auf. Psychischer Smog kann ebenfalls sehr belastend sein, daher leiste ich viel energetische Arbeit und räuchere beispielsweise nach jeder Saison, oder wenn mal etwas im Zimmer passiert sein sollte, um negative Einflüsse zu beseitigen und wieder eine harmonische Atmosphäre herzustellen.

L.L.

Mit dem Umbau zieht auch ein neuer Lifestyle in den Goldenen Berg ein, der Bohemian Lifestyle. Was kann sich der Gast davon erwarten und was bedeutet die neue Philosophie?

D.P.

Den Bohemian Lifestyle habe ich in Ibiza kennen- und lieben gelernt. Es ist ein völlig entspanntes Miteinander, jeder kann und soll so sein, wie er ist. Dabei geht es auch um Regeln, die mit diesem Lebensstil aufgehoben werden – es gibt keine Vorgaben wie beispielsweise feste Uhrzeiten für Mahlzeiten. Apropos Essen: an diesem Thema arbeiten wir noch, dazu machen wir als Team im Sommer einen Workshop. Unsere Gäste sollen um 15 Uhr genauso gut Frühstück wie auch Abendessen bestellen können. Das ist für uns natürlich eine Herausforderung, Service und Küche müssen auf alles vorbereitet sein. Aber genau das bedeutet für den Gast, freier in den Tag hineinleben zu können. Damit sich nicht nur Familien mit älteren Kindern von diesem Lifestyle angesprochen fühlen, betreuen wir weiterhin im Kiddyclub die jüngsten Familienmitglieder. Wir beobachten sehr genau, welche Bedürfnisse unsere Gäste haben, was funktioniert und woran wir arbeiten müssen. Eindeutig ist im Moment, dass es ums Leben, Entspannen und um die Freude geht – und all das soll, vor allem nicht im Urlaub, durch unflexible Vorgaben eingeschränkt werden.

© Goldener Berg Oberlech
© Goldener Berg Oberlech
L.L.

Der Goldene Berg ist seit Jahrzehnten mit seinen vier Gourmetrestaurants ein Garant für exzellente Küche. Wie setzt sich hier der neue Lifestyle des Hauses fort und was ist beim Alten geblieben?

D.P.

Wir arbeiten seit gut zehn Jahren mit Marion Grillparzer, der bekannten Ernährungswissenschaftlerin, die das GLYX- Prinzip geboren hat, zusammen – die darauf abgestimmten Gerichte sind seither bei uns den ganzen Tag zu genießen. Gemeinsam mit unserem neuen Küchenchef werfen wir einen frischen und kritischen Blick auf alle Aspekte in unseren Restaurants, um uns auch im kulinarischen Bereich weiterzuentwickeln, besonders werden wir uns dem Bereich Vegetarisch und Vegan aber noch intensiver widmen. Das GLYX-Prinzip setzen wir in der Form um, dass bei uns immer alles selbstgekocht ist, wir generell keine Convenience-Produkte verwenden und wir so gut es geht heimische Produkte von lokalen- und Bio-Landwirten einkaufen und wir setzen auf unser Wasser. Das wird bei Eintritt in unser Haus mit allen Ursprungsinformationen veredelt und nimmt dadurch wieder seine reinste, kristalline Form an. Und das schmeckt man natürlich auch. Die Gerichte in den Restaurants sind natürlich auch auf unsere Gesundheitsprogramme abgestimmt: Basenfasten, Self-Care-Yoga – Ayurveda Retreat und die GLYX-Pauschalen. Dabei hat der Gast immer die Wahl – zwischen leichter und deftiger Küche. Schließlich gehören Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn zu einem Berghaus ebenso dazu wie Obst, Gemüse und köstlicher Fisch zu einem Wohlfühlhotel.

L.L.

Du bietest auch das GLYX-Menü an. Kann man sich im Goldenen Berg glücklich essen?

D.P.

Dem würde Marion Grillparzer, Begründerin der GLYX-Diät und gute Freundin unseres Hauses, bestimmt zustimmen! Glücklich zu sein bedeutet, sich nach dem Genießen von GLYX-Menüs leicht und gut zu fühlen und auch ruhig schlafen zu können. Im Gegensatz zu schwer verdaulichen Menüs ist diese Küche frisch, selbstgekocht, bio, geschmackig, ehrlich und pur! Auch nach mehreren Gängen. Die GLYX-Menüs werden im Johannesstübli serviert. Im Dirndlstüberl stehen österreichische Speisen auf dem Menü – unser Vorarlberger Küchenchef interpretiert viele Gerichte der alten Wiener Küche und Vorarlberger Spezialitäten, die schon in Omas Küche geläufig waren, neu und mediterran. Wir beziehen unser Fleisch von Bauern aus Lech und verwerten das gesamte Tier, achten hier also auch auf einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz.

© Goldener Berg Oberlech
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© Goldener Berg Oberlech
© Goldener Berg Oberlech
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L.L.

Eines deiner Programme ist der Seins-Pfad, der den Gast in drei Meilensteinen wieder zu sich selbst finden soll. Was waren deine drei größten Meilensteine im Leben?

D.P.

Eigentlich war es ein einziger großer Meilenstein, der von da an alles andere auslöste: Ich habe im Anschluss an die Schulzeit eine Weltreise unternommen und die letzten Monate auf Hawai‘i verbracht. Dort traf ich auf eine sehr spirituelle Frau, die mir den Blick geöffnet und meinen Weg auf der Suche nach Liebe in der Welt geebnet hat. Ich bin ein offener Mensch, der ausprobiert und sich auf Dinge einlässt. Aus dem Erlebten ziehe ich dann das Passende für mich heraus und gehe meinen eigenen Weg. Die Begegnung hat mich nachhaltig geprägt.

L.L.

Neben der Hotellerie arbeitest du noch als Tier- und Humanenergetikerin. Wie bist du dazu gekommen und was kann der Mensch von Tieren lernen?

D.P.

Meine Verbundenheit zu Tieren war schon immer sehr stark – für mich sind sie die besseren Menschen, sie halten uns einen Spiegel vor und bringen uns dazu, Dinge zu verstehen. Wir können wirklich alles von ihnen lernen! Ich hätte gerne ein Praktikum bei dem österreichischen Zoologen und Medizinnobelpreisträger Konrad Lorenz gemacht. Leider hat das nicht geklappt, aber, die Liebe zu Tieren ist mir immer geblieben. Entsprechend habe ich eine Ausbildung als Tierenergetikerin absolviert und unterstütze Menschen dabei, über die Kommunikation mit Tieren, die zum Sprachrohr werden, ihren Weg zu Gesundheit und Wohlgefühl zu finden. Ich beschäftige mich zudem mit morphischen Feldern, die uns Zugang zu allen Informationen geben. Für mich ist diese Arbeit der perfekte Ausgleich zum Alltag im Gastgewerbe.

L.L.

Wie bekommt der Gast im Sommer in Lech mehr Raum und mehr Zeit?

D.P.

Sobald es keinen Schnee mehr gibt, erweitert sich das Gebiet automatisch – oder zumindest wirkt es so. Man kann viel mehr unternehmen und das Angebot wird permanent erweitert. Vom (E-)Biken über Attraktionen für Kinder wie Lehrpfade in der Natur bis hin zu Golfplätzen – in der näheren Umgebung gibt es mittlerweile zwölf. Im Sommer scheint auch jeder entspannter und ruhiger zu sein, die Stimmung ist gemütlicher, die Besucher nehmen sich mehr Zeit und frühstücken auch mal bis 11 Uhr, ohne den Drang zu haben, als erste auf der Piste zu sein. Die Tage sind entschleunigter und vor allem länger. Ich denke, dass das Licht auch eine wichtige Rolle spielt – sobald die Uhr umgestellt wird und der Herbst vor der Tür steht, merkt man, wie das Tempo wieder anzieht.

© Goldener Berg Oberlech
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Wordrap mit Daniela Pfefferkorn

Mein Lieblingstier:

Mit Hunden lebe ich am Intensivsten zusammen.

Blühende Bergwiesen bedeuten für mich ...

Freiheit.

Meine Glücksformel:

Soviel Zeit wie möglich in der Natur zu verbringen.