Wenn Berufung zum Beruf wird

​Gut therapiert ist halb gewonnen

Wer kennt sie nicht, die Stars der Kletterszene wie Anna Stöhr oder David Lama? Klaus Isele ist ihr Physiotherapeut. Er betreut das österreichische Kletter-Nationalteam. Und sein Job ist nicht minder aufregend als die Performance der Spitzenathleten. Ein Mann, dessen Freude am Beruf ansteckend wirkt…

​Ganzheitlicher Therapieansatz

Klaus Isele übt seinen Beruf mit viel Engagement aus. Und praktiziert neben seiner Tätigkeit als Physiotherapeut mit Spezialgebieten rund ums Klettern als Osteopath. Der erfahrene Praktiker versucht, typgerecht auf seine Patienten einzugehen und sie ganzheitlich zu behandeln.

​Universelle Klettertherapie

Neben den Profis des Österreichischen Kletter-Nationalteams besuchen vom Rollstuhlfahrer bis zum hyperaktiven Kind Menschen mit ganz individuellen Problemen Klaus Iseles Praxis. Da kommt es schon mal vor, dass der Physiotherapeut seine Patienten in zehn Meter Höhe am Seil hängend therapiert. Klettern wird aber auch als Behandlung von neurologisch-chronischen Krankheitsbildern oder bei Bandscheibenproblemen angewendet. „Einige meiner Patienten erwerben ganz nebenbei sämtliche Kletterscheine. „Von der Therapie zum Hobby, sozusagen“, beschreibt Isele einen weiteren positiven Aspekt seiner Arbeit.

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​Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Leistungssport

Eine große Portion Coolness braucht Isele bei seinem Job als Therapeut des österreichischen Kletternationalteams. „Wenn ein Weltmeister beim Bouldern runter fällt, muss ich sofort reagieren. Ich treffe die Entscheigungen gemeinsam mit dem Athleten, ob der Sportler weiter klettern kann.“, bringt er es auf den Punkt. Auch als Mitglied des Betreuerstabes der Kletterstars wird ihm einiges abverlangt. Die enge Zusammenarbeit mit Athleten, Trainern und Ärzten, Managern steht ebenso an der Tagesordnung wie die Ausarbeitung von Ausweichtrainingsplänen nach Verletzungen.

Relaxen im Arlberger Dorado für Sportkletterer

Entspannung findet der Spitzentherapeut – wie könnte es anders sein – beim Klettern. Genauer gesagt beim Klettern in der Roten Wand im Arlberger Lechquellengebirge. Klaus Isele hat selbst einige Boulder definiert. „Es sollte in jedem Schwierigkeitsgrad und für jeden Style das richtige dabei sein.“, schmunzelt Isele.

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Klaus Isele im Wordrap

​Das Gefühl am Fels ist…

frei und dynamisch

Das für mich schönste Klettergebiet:

Das Tessin oder die Rote Wand

​Drei Eigenschaften, die ein Sportkletterer haben sollte:

Smart, beweglich und dynamisch im Kopf

​Im Winter: Eisklettern oder Kletterhalle?

Draußen, trotz Kälte

​Morgensport oder abendliche Kletterei:

Der Morgen beginnt für mich um 12.00 Uhr, ich bin definitiv für Nachtklettern

So beschreiben mich meine Patienten:

Lieber Chaot, im richtigen Moment voll da.

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