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Alpines Sitzvergnügen ohne Grenzen

Garmisch-Partenkirchen

Alpines Sitzvergnügen ohne Grenzen

Jörg Hibler hat Mitte letzten Jahres das Produkt “Alpenkorb - Der alpine Freisitz“ mit allen Rechten übernommen. Mit seiner Firma Holzart/Ideen in Holz produziert er seit 2007 Lieblingsstücke aus Holz für jedermann. Mit dem alpinen Freisitz kommt ein Produkt, wie für ihn maßgeschneidert, hinzu. Alle Bauteile des bayerischen Strandkorbes werden in fachgerechter Handarbeit eigens und in Zusammenarbeit mit den Werdenfelser Werkstätten (Einrichtung für Menschen mit Behinderung) gefertigt. Ganz nach dem Motto „Individualität ist unser Maßstab“ gehen die meisten Anfragen von Privatpersonen, Firmen oder Hotels über das Standardmodell weit hinaus.

L.L./ Sie haben das Unternehmen Alpenkorb Mitte letzten Jahres übernommen – wie kam es dazu?

J.H./ Mit meiner eigenen Firma Holzart arbeite ich schon seit Jahren mit Alpenkorb zusammen und bin schon seit langem in die Prozesse involviert. Ich kenne das Produkt in- und auswendig und der Korb und das Alpenländische passen einfach gut zu mir – ich komme selbst aus Garmisch und kann mich wirklich gut mit dem Produkt identifizieren. Als die Übernahme zur Debatte stand, habe ich nicht gezögert. Jetzt kann ich sämtliche Ideen ohne Rück- und Absprache umsetzen, vor allem auch den Qualitätsstandard, der mir wichtig ist. Und ich kann den Produktionsprozess und sämtliche Elemente, die verarbeitet werden, stetig perfektionieren.

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L.L./ In welchen Varianten gibt es den Alpenkorb und auf welche individuellen Wünsche können Sie bei der Produktion eingehen?

J.H./ Im Moment gibt es den alpinen Freisitz in den Modellen Relax und Ambient. Das Modell Wildsteig unterscheidet sich von der Ambient-Variante weniger in der Konstruktion als vielmehr im Design: Im Vintage-Look ist er mit Kuhfell und Vintage-Leder ausgestattet. Aktuell arbeiten wir an einem neuen Korb mit schwenkbarem Dach: Soleil. Soleil wird es sowohl in der Ambient- als auch Relax-Version geben. Wir sind spezialisiert auf Extrawünsche und Maßarbeit: Dadurch, dass wir alles selbst produzieren, darf die Fantasie des Kunden freien Lauf nehmen.

„Wir sind spezialisiert auf Extrawünsche und Maßarbeit.“

Im Prinzip ist alles variabel, was man in Bezug auf das Holz, die Stoffe – von Kunstleder bis Kuhfell - und die Konstruktion umsetzen kann. Jedoch gibt es bereits bei der Standardvariante zahlreiche Auswahlmöglichkeiten, darunter die Sitzfläche und die Rückenlehne. Weitere anpassbare Elemente sind die Maße (Breite, Länge, Tiefe), die Fenster und Tische, Gravur, Beleuchtung, Sitzheizung, Leselampen und Stecker, wie zum Beispiel USB-Anschlüsse.

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Wenn es um elektrische Sonderanfertigungen geht, spielt natürlich auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Für solche Besonderheiten müssen wir dann auch ein Zertifikat einholen. Wir nehmen Herausforderungen bezüglich spezieller Aufträge gerne an – so gab Coca-Cola vor, dass die Fensterform die Flaschensilhouette widerspiegeln soll. Bei einem anderen Kunden haben wir den Rücken des Korbes in ein Panoramafenster umgewandelt. Das war relativ kompliziert, da hier die gesamte Konstruktion verändert werden muss.

„Im Prinzip ist fast jeder Alpenkorb ein Einzelstück.“

Aber das Ergebnis war ein echter Hin- und Durchgucker! Speziell für Hotels arbeiten wir gerade an einem Alpenkorb, der auf einem Drehteller steht, so dass Korb und Gast mit der Sonne wandern können. Im Prinzip ist fast jeder Alpenkorb ein Einzelstück – kleine Merkmale wie unterschiedliche Stoffe oder personalisierte Gravuren geben jedem Korb bereits eine kundenspezifische Note.

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L.L./ Wie lange dauert der Produktionsprozess und woher beziehen Sie Ihre Materialien?

J.H./ Wenn die Grundbausteine gleichbleiben, stellen wir den Alpenkorb in rund zwei Wochen her. Wenn einzelne Elemente abgeändert und individualisiert werden, kreieren wir den Korb neu, dann muss man mit vier Wochen Herstellungszeit rechnen. Unsere Warteliste ist permanent – wir arbeiten die Aufträge nacheinander ab. Bei Hotelkunden, die zumeist mehrere Körbe abnehmen, raten wir zu möglichst ähnlichen Modellen. Aber natürlich sind wir auch hier flexibel!

„Insgesamt verwerten wir höchste Qualität zu höchster Qualität.“

Unser Team ist klein: Ich mache sehr viel selbst, dann gibt es noch einen weiteren Meister in Vollzeit, eine Polstererin und einen Helfer. Bezüglich der Materialien achten wir darauf, dass wir alles von heimischen Firmen beziehen; die Stoffe kaufen wir von der Rolle im Großhandel. Das Holz kommt aus der Umgebung: Wir verwenden Fichte natur und gestrichen, Lärche, Altholz und Zirbelholz. Letzteres ist vor allem sehr beliebt für Wellness- und Ruhebereiche. Hinzu kommt eine Akazienauflage, die nicht so temperaturempfindlich ist.

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Die Relax-Körbe bieten für ein oder zwei Personen Platz und stehen häufig in Hotelanlagen mit Naturweiher – das passt einfach perfekt und sieht sehr harmonisch aus. Die Stahlkonstruktionen werden ebenfalls von einer ortsansässigen Firma hergestellt. Bei den Stoffen ist es natürlich sehr wichtig, dass es Outdoorstoffe sind. Insgesamt verwerten wir höchste Qualität zu höchster Qualität – und das ist auch der Anspruch, den wir an die Werdenfelser Werkstätten haben. Letztendlich sieht der Kunde nur das Endprodukt und das muss perfekt sein und darf keinen Grund zur Reklamation bieten.

„Ich bin ganz feurig für das Produkt!“

Die Werdenfelser Werkstatt übernimmt die Produktion von Elementen, die in Serienarbeit hergestellt werden können, zum Beispiel die Latten. Wenn die Mitarbeiter „ihr Werk“ in einem Hotel bewundern können, sind sie natürlich sehr stolz. Hier werden wichtige Werte wie höchste Qualitätsarbeit vermittelt, die die Mitarbeiter auch auf dem freien Arbeitsmarkt mitbringen müssen. Insgesamt gibt es fünf bis sechs Standardprodukte, die von der Werkstatt gefertigt werden können. Alles andere machen wir selbst.

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L.L./ Was sind die Erfolgsfaktoren für das innovative Vorhaben?

J.H./ Während unseres Interviews bin ich schon wieder auf neue Ideen gekommen – ich bin ganz feurig für dieses Produkt, das es seit über 13 Jahren gibt. Der Alpenkorb hat so viel Potenzial; die Möglichkeiten, neue Varianten zu kreieren, sind scheinbar unendlich. So lange wir die Qualität halten und die einzelnen Elemente fertigen können, sind so gut wie alle Wünsche umsetzbar.

HOLZART/IDEEN IN HOLZ

Jörg Hibler

Bankgasse 5, 82467 Garmisch-Partenkirchen

+49 8821 / 9094 323

info@holzart.me

www.alpenkorb.de


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