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Daheim im Hotel

Seit über vier Jahrzehnten genießen Gäste das herzliche und stilvolle Ambiente im Boutique-Hotel Schmelzhof in Lech. Mit „Gitti's Esszimmer" haben die Gastgeber Gitti und Robert Strolz ein urgemütliches Restaurant mit privater Atmosphäre geschaffen, das im Zuge der großen Umbauarbeiten im Jahr 2014 ebenfalls ein neues Gesicht bekommen hat. Der liebgewonnene Charme des Hauses bleibt aber erhalten – das verspricht uns Gitti, Wirtin mit Leib und Seele und talentierte Innenarchitektin, höchstpersönlich!

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L.L.

Gitti, woher rührt eigentlich Deine persönliche Leidenschaft für gutes Essen?

G.S.

Ich esse und koche selbst sehr gerne. Auch meine Familie kocht viel und es gibt immer große Portionen, damit jeder satt wird. Gutes Essen macht Spaß, gibt Energie und ist gesellschaftlich wichtig. Das Leben ist doch zu kurz, um schlecht zu essen, finden Sie nicht?

L.L.

Absolut! Und wie ist dann die Idee zu „Gitti's Esszimmer" entstanden?

G.S.

Wir haben vier Kindern und als uns die Wohnung im Hotel zu klein wurde, bauten wir ein Haus für die Familie. Ich fand es aber schade, dass unser altes, schönes Wohnzimmer leerstehen oder nur als Rumpelkammer dienen sollte. Mein Traum war immer schon ein kleines À-la-carte-Restaurant, damit auch Gäste von außen zum Essen in den Schmelzhof kommen können. Und dann ist es auch ruckzuck entstanden, da bin ich schnell in der Umsetzung!

„Das Leben ist zu kurz, um schlecht zu essen.“

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L.L.

„Gitti's Esszimmer" entstand also als kleines Restaurant für Menschen, die Privatsphäre schätzen. Sind die Gäste trotzdem oft miteinander ins Gespräch gekommen?

G.S.

Ja, es hat sich viel Spannendes ergeben. In so einem kleinen Raum bietet es sich einfach an, es sich miteinander lustig zu machen. Da wurde schon mal die Musik lauter aufgedreht bis hin zum Tanzen auf den Tischen. Ich bin selbst ein lebensfroher Mensch und gehe gerne auf Partys, das stört mich also nicht.

„Meine Philosophie am Herd lautet: Frische Produkte und alte Rezepte wieder aufleben lassen!“

L.L.

Auch „Gitti's Esszimmer" wurde im Zuge der Umbauarbeiten vergrößert. Müssen Stammgäste jetzt fürchten, dass sein gewohnter Charme verloren gegangen ist?

G.S.

Ich bleibe meinem Stil auf jeden Fall treu! Der neue Raum wird zwar sicher eine Überraschung, aber etwas Anderes ist ja auch mal spannend. Ich bin fest davon überzeugt, dass nicht nur „Gitti's Esszimmer", sondern das gesamte Hotel von den Umbauarbeiten profitiert hat. Von außen hat der Schmelzhof übrigens seinen alten Touch behalten, innen gibt es nun etwas Buntes, Lustiges zum Bestaunen. Zum neuen „Gitti's Esszimmer" sei an dieser Stelle nur so viel verraten: Wir haben viele Dinge vom alten Raum wieder verwendet und auch meinen Kachelofen in die neue, gemütliche Holzstube eingebaut!

Gittis Esszimmer Lech 03 754uanjkg

L.L.

Sie stehen ja selbst am Herd. Welche Philosophie verfolgen Sie dabei?

G.S.

Ich koche einfach gerne und ich liebe die österreichische Küche – das Wiener Schnitzel, die frischen Palatschinken, die Buchteln – dafür sind wir international bekannt und das müssen wir auch vermitteln. Viele können das heute ja gar nicht mehr kochen! Meine Philosophie lautet also: Frische Produkte und alte Rezepte wieder aufleben lassen. Ein gutes Bauernbrot, Butter, Milch, Eier, Fisch usw. beziehen wir alles auch Lech und Umgebung, schon jahrelang.

„Vor allem bei Frauen ist vegetarische Kost voll im Trend und das greife ich natürlich gerne auf.“

L.L.

Bemerken Sie gewisse Trends wie etwa vermehrte Nachfrage nach vegetarischer Kost?

G.S.

Ja, durchaus! Die Menschen wollen immer gesünder leben und dazu gehört auch, gesund zu essen. Vor allem bei Frauen ist die vegetarische Kost voll im Trend und das greife ich natürlich gerne auf. Es gibt ja ganz tolle vegetarische Gerichte.

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L.L.

Das schönste Kompliment eines Gastes, das Sie je bekommen haben?

G.S.

Viele! Dass das Essen gelobt wird, ist für mich als Wirtin natürlich wichtig. Und ein Gast sagte zum Beispiel: „Es ist so schön hier, man fühlt sich wie zu Hause nur mit Bedienung!" Das war für mich eine große Anerkennung. Und wenn doch einmal etwas schief geht, meine Güte, dann gibt's ein Schnapserl oder ein Achterl Wein und alles ist wieder in Ordnung!

L.L.

Weil wir gerade vom Wein reden: Der Schmelzhof ist ja bekannt für seine edlen Weine im Magnum-Format. Was macht diese so besonders, Robert?

R.S.

Wir lieben die Magnums, weil sich der Wein durch das große Volumen der Flasche ausgezeichnet entwickeln und reifen kann. Dadurch schmeckt er einfach noch besser! Unser Schwerpunkt liegt auf österreichischen Rotweinen von Topwinzern wie Gsellmann oder Heinrich, aber natürlich bekommen Sie im Schmelzhof auch tolle Weine aus vielen anderen Regionen der Welt und feine Cocktails an der Bar.

„Im neuen Gitti’s Esszimmer bleibe ich meinem Stil auf jeden Fall treu.“

L.L.

Apropos: Auch der Barbereich samt Lounge wurde ja neu gestaltet. Wie darf man sich das Ambiente vorstellen?

G.S.

Die Bar im Schmelzhof war ja immer schon gemütlich, aber jetzt hat sie einen großen runden Kamin in der Mitte bekommen. Für mich ist es wichtig, immer Feuer zu sehen, ich finde das Knistern so heimelig. Die Bar selbst ist blau und ein bisschen verrückt – ich habe dafür viele wunderschöne Accessoires von meiner Mutter bekommen. Sie soll jedenfalls ein gemütlicher Kommunikationsraum werden.

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L.L.

Wonach sehnt sich heutzutage der gestresste Mensch im Urlaub am meisten?

G.S.

Gleich vorweg: Unsere Gäste lieben Lech Zürs, viele schon seit etlichen Jahren. Der Ort hat so etwas Kleines, Feines, da spüren die Leute eine gewisse Verbundenheit mit der Region, ihrer Kultur und Traditionen. Bei den meisten Gästen dauert es aber schon ca. zwei Tage, bis sie richtig im Urlaub ankommen. Das Wohlfühlambiente und das Essen sind ihnen sehr wichtig, aber auch, dass man als Gastgeber für sie da

„Im Schmelzhof kann ich meine zwei Lieblingsjobs sehr gut verbinden: Wirtin und Innenarchitektin!“

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L.L.

Eure Kinder arbeiten bereits in verschiedenen Bereichen des Hauses mit. Wird der Schmelzhof also auch in Zukunft in Familienhand bleiben?

G.S.

Eigentlich werden Kinder von der Gastronomie ja oft abgeschreckt. Bei uns war es so, dass Robert und ich unsere Leidenschaft vorgelebt und keinen Zwang ausgeübt haben. Ich bin sehr stolz, dass unsere Kinder diesen Weg eingeschlagen haben. Ob sie ihn wirklich ein Leben lang weitergehen, ist dahingestellt, aber sie zeigen Interesse und sind gerne daheim. Also eine/r von den vieren wird auf jeden Fall den Schmelzhof weiterführen!

L.L.

Zum Abschluss: Euer Motto heißt ja „Das Hotel zum Daheimsein" – wie setzt ihr dieses im neuen Schmelzhof um?

G.S.

Das ist ganz einfach: Wir sind hier daheim und waren es immer schon, auch als die Kinder klein waren. Der Charme bleibt also derselbe, weil wir uns ja nicht ändern, außer dass wir ein bisschen älter werden. Auch die Großmutter ist noch im Haus und bereitet mit Liebe das Frühstück zu. Diesen Familienzusammenhalt spüren und schätzen die Gäste. Zum Umbau: Die Zimmer bekommen einen eigenen, zeitlosen Stil, zu dem ich mir viele Gedanken gemacht habe. Ich kann ja im Schmelzhof meine zwei Lieblingsjobs sehr gut verbinden: Wirtin und Innenarchitektin. Und ich kann es kaum erwarten, unseren Gästen den neuen Schmelzhof zu zeigen!

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Gitti Strolz im Wordrap:

Familie: das Wichtigste!

Luxus: das Familienhaus

Stil: traditionell UND modern, ein bisschen verrückt

Dein liebstes Urlaubsziel? Nach einem langen Winter Ibiza oder Italien, im Herbst z.B. Zu meinen Eltern nach Oberösterreich oder andere Regionen in Österreich, generell inspirierend: Städtereisen

Deine Lieblingsspeise? Alle Sorten von Pasta und das klassische Wiener Schnitzel am Sonntag


Lech & Zürs

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