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Kennen wir uns nicht ...?

Kampen & Lech Zürs

Kennen wir uns nicht ...?

Interview mit Tourismusdirektorin Birgit Friese aus Kampen

Birgit Friese ist aus Kampen gar nicht mehr wegzudenken. Seit 17 Jahren arbeitet die gebürtige Hamburgerin als Tourismusdirektorin auf der Nordseeinsel und lebt seitdem die enge Partnerschaft zwischen Kampen auf Sylt und dem 1.033 Kilometer entfernten Lech Zürs am Arlberg. Auf den ersten Blick zwei Destinationen, die unterschiedlicher nicht sein können – perfekte Bergkulisse trifft auf endlose Strände und Meeresrauschen. Birgit Friese erklärt im La-Loupe-Interview die ganz besondere Beziehung der beiden Gemeinden.

“I think both original Lechians and Frisians have a very similar character.”
„Original Lecher und Friesen sind vom Charakter her sehr ähnlich.“

La Loupe Birgit Friese Kampen 1 75e2hx2an

L.L. / Lech Zürs und Kampen feiern ihre 20-jährige Partnerschaft. Macht sich die Freundschaft mittlerweile schon im jeweiligen Ortsbild bemerkbar?

B.F. / Seit letztem Jahr gibt es beispielsweise einen Wegweiser aus Strandholz und Lecher Holz, der im Kampener Ortskern die Richtung und Entfernung zum Rüfikopfplatz angibt. Und umgekehrt zeigt einer im Lecher Zentrum an, wie weit es bis zur Sturmhaube ist.

Außerdem steht seit Jahren im Lecher Ortskern ein reetgedecktes Bushäuschen. Wir suchen nun als schönes Pendant ein original Lecher Schindelhäuschen, um es in Kampen als Schutzhütte zu platzieren. Aber der Naturschutz und der hohe Salzgehalt der Luft machen uns das nicht so leicht. Was in Lech 100 Jahre hält, ist in Sylt innerhalb kürzester Zeit verwittert.

“What I love about Lech Zürs is the nature, the great air, the people and the good food.”

La Loupe Birgit Friese Kampen 1 75e2hx2an

“The friendship between Lech and Kampen takes place on every level.”
„In Lech Zürs gefallen mir die Natur, die gute Luft, die Menschen und das gute Essen.“

La Loupe Birgit Friese Kampen 3 75e2hx2bl

L.L. / Das Juwel am Arlberg und das Idyll im Norden trennen über 1.000 Kilometer. Warum passen Kampener und Lecher dennoch so gut zusammen?

B.F. / Original Lecher und Friesen sind vom Charakter her sehr ähnlich, bestimmt auch wegen der ähnlichen Ursprungsbedingungen durch das harte Wetter. Generell sind sie eher wortkarg, haben eine klare Einstellung und machen einfach ihre Leistung. Das Tamtam veranstalten eher die Zugereisten.

Sölring, die original Sylter Sprache, klingt wie eine Fremdsprache, man versteht null. Und jede Insel hier hat eine eigene Sprache. So wie ja auch jedes Bergdorf seinen eigenen Dialekt hat.

“The partnership activities definitely are the highlights of our friendship.”
„Die Freundschaft zwischen Lech und Kampen findet auf allen Ebenen statt.“

Wordrap

L.L. / Sie reisen leidenschaftlich gerne in Regionen mit wenig Tourismus und einzigartiger Natur. Lech Zürs passt in dieser Hinsicht perfekt in Ihr Reiseschema. Was gefällt Ihnen am idyllischen Bergdorf besonders gut?

B.F. / In Lech Zürs gefallen mir die Natur, die gute Luft, die Menschen und das gute Essen. Da fühle ich mich wunderbar aufgehoben.

L.L. / Egal ob Pfingstpokal oder Classic Car Rally – die beiden Partnergemeinden stellen eine Vielzahl von gemeinsamen Events auf die Beine. Auf welche Veranstaltung sind Sie besonders stolz?

B.F. / Der von Lech Zürs Tourismus initiierte Pfingstpokal mit original Musik und Spezialitäten aus Lech hat sich etabliert. Das ist mittlerweile die bestgebuchte Golfclubveranstaltung des Jahres!

Birgit Friese

L.L. / Was macht die Freundschaft der beiden touristischen Top-Destinationen, Ihrer Meinung nach, so besonders?

B.F. / Die Freundschaft zwischen Lech und Kampen findet nicht nur im „obersten Segment“ der Gastronomie und Hotellerie statt, sondern auf allen Ebenen. Jugendliche, Pensionsbesitzer, Wirte, Feuerwehrleute, Rotkreuzgruppen, Betriebsausflügler – mittlerweile pflegen alle Lecher Dorfbewohner einen regen Austausch mit uns.

La Loupe Birgit Friese Kampen 3 75e2hx2bl

„Die Partnerschaftsaktivitäten sind definitiv die Highlights unserer Freundschaft.“

L.L. / Lech Zürs und Kampen haben auch zukünftig einige spannende Events geplant. Auf welche Highlights dürfen sich Einheimische und Gäste in den nächsten Monaten freuen?

B.F. / Die Partnerschaftsaktivitäten sind definitiv die Highlights unserer Freundschaft: In der Lecher Wintersaison werden wir eine Woche lang mit einem kleinen Kampener Dorf auf dem Rüfikopfplatz präsent sein. Und in der ersten Augustwoche wird dann umgekehrt ein kleines Lecher Dorf im Kampener Ortszentrum aufgebaut. So kommen die Gäste in den Genuss beider Destinationen zur gleichen Zeit!

L.L. / Zum Abschluss: Wo hat man in Kampen den schönsten Meerblick?

B.F. / Den besten Blick der Insel hat man vom Lecher Sessellift im Garten des Hotel Ahnenhof aus.

Wordrap

Bei Lech Zürs denke ich zuerst an ... unsere Freunde in den Dörfern.

Urlaub am Meer oder in den Bergen? Gerne ein bis zweimal im Jahr in den Bergen, aber lebensnotwendig ist für mich das Meer.

Mein Geheimtipp für Kampen: Eine Flasche Wein bei Sonnenuntergang am Holzpodest oberhalb der Sturmhaube mit Blick über das Meer.

Der Unterschied zwischen Nordlichtern und Berglern? Bergler können nicht so gut radfahren und schwimmen, die Nordlichter fahren nicht so gut Ski und haben schon Probleme beim ersten Anstieg zur Rudalpe; aber beide können gut feiern und trinken.

Obstler oder Sylter Watt? Am liebsten Obstler im Sylter Watt.

Birgit Friese

Birgit Friese ist Tourismusdirektorin der Gemeinde Kampen. In ihrem Büro im Kaamp-Hüs plant die gebürtige Hamburgerin nicht nur Konzepte und Veranstaltungen, sondern feilt auch am Image der Nordseedestination. Sie lebt und arbeitet seit 17 Jahren auf Sylt und gilt als kreativer und administrativer Kopf des Tourismus-Service Kampen. In ihrer Freizeit reist und liest Birgit Friese leidenschaftlich gerne.


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