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Vom Luxushotel zur Forschungsstation

Garmisch-Partenkirchen

Vom Luxushotel zur Forschungsstation

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus Zugspitze

Es ist die höchste Forschungseinrichtung Deutschlands: Das Schneefernerhaus, benannt nach dem nahegelegenen, ehemaligen Gletscher. Auf 2.650 Metern thront das eindrucksvolle Gebäude mit neun Etagen am Südhang des Zugspitzgipfels. Heute ist das Schneefernerhaus Forschungsstation, Observatorium und Kommunikationseinrichtung – seine Geschichte geht jedoch bis in die 1930er-Jahre zurück.

Dort wo heute Klimaforschung betrieben wird, widmeten sich vor 87 Jahren mondäne Urlauber dem aufkommenden Wintersport. In den 1930er-Jahren wurde das Schneefernerhaus als Luxushotel eröffnet und bis 1990 mit Unterbrechungen als solches betrieben. Die Gäste genossen den Komfort einer eigenen Zahnradbahn, die durch einen 4.452 Meter langen Tunnel durch das Bergmassiv von Garmisch zum Hotel fuhr – und auch heute ist diese Bahn noch essentiell. „Einmal im Monat haben wir so die Möglichkeit, schweres Equipment für unsere Forschungen auf 2.650 Meter zu transportieren. Auch als letzter Fluchtweg bei einer extremen Gefahrensituation würde der Tunnel auch heute noch der Sicherheit dienen“, betont Inga Beck vom Schneefernerhaus.

La Loupe Schneefernerhaus GAP 1 75ecbkj8f

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From risk to success story

Vom Wagnis zur Erfolgsgeschichte

La Loupe Schneefernerhaus GAP 3 75ecbkj8g

1999 wurde das Gebäude als Umweltforschungsstation wiedereröffnet, um die Auswirkungen des Klimawandels von unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen zu betrachten. Ein eigener Tunnel durch das Zugspitzmassiv von der österreichischen Seite zum Schneefernerhaus bietet ideale Bedingungen, um Messungen und Forschungen am Permafrost durchzuführen. Auch die medizinische Höhenforschung liefert neue Erkenntnisse zu Allergien und die Atmosphärenforschung widmet sich unter anderem der Bestimmung des Schadstoffgehalts und der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Für die Wissenschaftler ist die Umweltforschungsstation auf der Zugspitze dank der hochmodernen Labor- und Gebäudetechnik ein idealer Rahmen für ihre Forschungen. Wer wissen möchte, wie der Arbeitsalltag auf 2.650 Metern aussieht, kann dies hautnah erleben. „Bei Führungen, die über die VHS in Garmisch-Partenkirchen angeboten werden, blicken wir gemeinsam mit Interessierten hinter die Kulissen des bayerischen Zentrums für Höhen- und Klimaforschung und geben einen spannenden Einblick in die Forschungsbereiche“, so Inga Beck.

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