Ein mythisch-schöner Festspiel-Sommer

199 Aufführungen in 43 Tagen an 16 Spielstätten – die Salzburger Festspiele

© Matthias Horn

Von 20. Juli bis 31. August 2019 steht die gesamte Stadt Salzburg wieder im Zeichen der weltberühmten Festspiele. Bereits zum 99. Mal werden Opern, Schauspiel und Konzerte Menschen aus der ganzen Welt verzaubern – dieses Jahr unter anderem mit Mozart, Strauss, Händel oder die Wiener Philharmoniker. Festspiel-Freunde dürfen sich unter anderem auf fünf Opern- und vier Schauspielneuinszenierungen sowie auf die „Jedermann“-Wiederaufnahme freuen.

Intendant Markus Hinterhäuser wirft beim diesjährigen Festspielsommer einen neuen Blick auf die antiken Mythen. Den Auftakt bildet mit der offiziellen Eröffnungspremiere am 27. Juli Mozarts „Idomeneo“ vor der spektakulären Kulisse der Felsenreitschule. Für die Inszenierung zeichnet das Regie/Dirigentenduo Peter Sellars und Teodor Currentzis verantwortlich, die 2017 bereits mit „Clemenza die Tito“ das Publikum begeistern konnten.

Auch die erneute Inszenierung der „Salome“ von Richard Strauss ist ein Highlight, genauso wie die Wiederaufnahme der Oper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel aus dem Programm der Pfingstfestspiele. In der Felsenreitschule werden die Wiener Philharmoniker für Begeisterung bei Musikliebhabern sorgen, genauso wie die Ouverture Spirituelle, „Orchester zu Gast“ und zahlreiche Kammerkonzerte.

© Matthias Horn
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Schauspieldirektorin Bettina Hering überzeugt mit vier spannenden Neuinszenierungen, Schauspiel-Recherchen und Lesungen. Auch beim ewigen Publikumsmagneten, dem „Jedermann“, gibt es 2019 einige Neuerung. Unter anderem wird Valery Tscheplanowa als neue Buhlschaft über die Bühne tanzen und gemeinsam mit „Jedermann“ Tobias Moretti am Bankett feiern. Die Wiederaufnahme von Hugo von Hofmannsthals Meisterwerk steht 14-mal auf dem Spielplan.

Die diesjährigen Sommerfestspiele setzen mit dem Thema Mythos einen mehr als passenden Schlusspunkt unter die Überthema-Trilogie, die 2017 mit „Macht“ ihren Ausgang genommen hat. Denn, wie Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler in einem Interview unterstrich: „Das passt sehr gut zu den Festspielen, die selbst ein Mythos sind."

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