Skiing is coming home

Der Audi FIS Ladies Skiworldcup 2019

Kandahar Strecke | ©Patrick Säly

Hannes Schneider und der Engländer Sir Arnold Lunn – zwei Skipioniere, die gemeinsam Geschichte schrieben. Nicht nur mit ihren sportlichen Erfolgen, sondern auch mit einer Idee, die seit über 90 Jahren für Begeisterung sorgt: Das Arlberg Kandahar Rennen. Auch 2019 wird die Tradition beim Audi FIS Ladies Skiworldcup erneut zum Leben erweckt. 

Wir schreiben das Jahr 1927: Als Arnold Lunn, der mit seinen britischen Kollegen nur drei Jahre zuvor im schweizerischen Mürren den legendären Kandahar Ski Club gründete, den Stubener Skipionier Hannes Schneider kennenlernte, beschloss das Duo gemeinsam mit ihren beiden Skiclubs, ein Skirennen in St. Anton zu organisieren. Schon damals war es der Vereinszweck des Kandahar Ski Clubs, „den Standard von Abfahrt und Slalom zu heben und die internationale Anerkennung dieser Disziplinen zu fördern.“ Der Slalom – damals eine noch unbekannte Skifahrvariante am Arlberg – erfreute sich bei der St. Antoner Jugend großer Beliebtheit und so wurde bereits 1928 der erste alpine Kombinationswettbewerb mit Slalom und Abfahrtslauf am Galzig mit 45 Läufern veranstaltet: das Arlberg Kandahar Rennen. 

Mehr Party, weniger Wettkampf

Anfänglich stand beim 4,2 Kilometer langen Rennen weniger der Wettbewerb im Vordergrund, sondern vielmehr der Spaß: Es gab keine Länderbezeichnungen und auch keine Hymnen. Sir Arnold Lunn bezeichnete das Rennen als Wettkampf im „antiken Sinne erfüllt von noblem Sportsgeist“. 1930 wurde die alpine Kombination schließlich von Seiten der FIS offiziell anerkannt. Heute wird das legendäre Rennen im französischen Chamonix, in Garmisch-Partenkirchen und St. Anton veranstaltet.

Anna Fenninger ©ÖSV | Erich Spiess
Anna Fenninger ©ÖSV | Erich Spiess

Der Audi FIS Ladies Skiworldcup 2019

„Mit Großveranstaltungen kann man Berge versetzen“, davon ist der St. Antoner Bürgermeister Helmut Mall überzeugt. Und eine dieser Events findet erneut am 12. und 13. Januar 2019 statt: der Audi FIS Ladies Skiworldcup. 

Am Samstag zeigen die Damen bei der Abfahrt ihr Können auf der anspruchsvollen Rennstrecke, der Super-G am Sonntag ist dann der krönende Abschluss eines legendären Rennwochenendes. Und auch zahlreiche Sideevents lassen Zuschauer nicht nur bei den rasanten Wettkämpfen jubeln. 

Ladies first! 

Die Athletinnen des Austria Skiteams freuen sich bereits auf den Worldcup: „In St. Anton wartet eine technisch anspruchsvolle und herausfordernde Strecke, die uns Österreicherinnen liegt“, so Nicole Schmidhofer. Und Stephanie Venier fügt hinzu: „St. Anton war mein erstes Weltcuprennen. Für mich ist St. Anton eine der schwierigsten Weltcupstationen, trotzdem überwiegt die Freude auf den kommenden Jänner!“ 

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„Abfahrten, die den Namen Kandahar tragen dürfen, sind eine ganz besondere Herausforderung. Dass jene am Arlberg dieses Prädikat mehr als verdient, weiß man spätestens seit der letzten Ski-WM auf Tiroler Boden im Jahre 2001 in St. Anton am Arlberg.“ 

Landeshauptmann Günther Platter


„Dank Hannes Schneider wird der Arlberg als Wiege des Skilaufs bezeichnet. Die selektiven Weltcupstrecken sind für die Aktiven eine besondere Herausforderung.“

Prof. Peter Schröcksnadel, Präsident ÖSV


„Adrenalin pur in den heimischen Bergen! Ich freue mich auf die Herausforderung und eure Unterstützung!“ 

Nina Ortlieb vom Austria Ski Team 

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Anna Fenninger ©ÖSV | Erich Spiess
Anna Fenninger ©ÖSV | Erich Spiess

Das Kandahar Rennen:

Start: 2.040 m (Abfahrt), 1.920 m (Super-G)

Ziel: 1.330 m

Länge: 2.131 m

Maximale Neigung: 78 %

Durchschnittliche Neigung: 34 %

Abschnitte: Laviert, Himmeleck, Gampenboden, Waldschneise, Eisfall, Wasserschloss, Zielschuss