Hannes Schneider – Stubens großer Sohn

Charme und Idylle prägen das Dorf Stuben, den kleinsten der fünf Arlberg-Orte auf etwas mehr als 1.400 Metern Seehöhe an der Westseite des Arlbergs. In dieses idyllische Umfeld wird am 24. Juni 1890 der legendäre Skipionier Hannes Schneider geboren. Er wird bereits in jungen Jahren die Technik des Skifahrens revolutionieren und den Namen des Arlbergs in alle Welt hinaustragen …

Hannes Schneider, Sir Arnold Lunn
Hannes Schneider, Sir Arnold Lunn

Gerade einmal 17-jährig, anno 1907, ist der junge Hannes der erste Skilehrer am Arlberg. Mit seiner „Arlberg-Schule“ ist er drauf und dran, die bisherige Skifahr-Technik völlig umzukrempeln. Konsequent gründet er 1920 in St. Anton die erste Skischule Österreichs, nachdem er den Ersten Weltkrieg an der Front in den Dolomiten überstanden hatte.

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Als legendärer Skilehrer in der Filmwelt und auf den Pisten sorgt er international für Furore, seine Heimat macht er auf der ganzen Welt bekannt. In Skifilmen wie „Der weiße Rausch, „Das Wunder des Schneeschuhs“ und „Die weiße Kunst“ zeigt Schneider mit hohem Tempo und akrobatischem Einsatz sein Können, Regisseur Arnold Fanck propagiert darin die neue Skitechnik.

„Nebenbei“ gewinnt Hannes Schneider fast sämtliche internationale Skirennen und organisiert 1928 das erste Arlberg-Kandahar-Rennen mit. Als einer der besten – und schnellsten – Skiläufer der damaligen Zeit lehrt er seine Arlberg-Technik sogar in Japan. 1939 emigriert er in Ahnung des heraufziehenden Unheils mit seiner Familie in die USA nach North Conway/New Hampshire, wo er ein eigenes Ski-Resort gründet. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt er in den USA wohnhaft, wo er am 26. April 1955 einem Herzinfarkt erliegt. Seiner Nachwelt hinterlässt er ein großes Geschenk: Skilaufen mit Leichtigkeit und Freude an der Bewegung, Geschwindigkeit und Wendigkeit. Stuben hat seinem großen Sohn 2012 mit einer Bronzeskulptur ein Denkmal gesetzt. 

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