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Von Lech in die Welt
© imago images – EntertainmentPictures

Lech & Zürs

Von Lech in die Welt

Die Region Lech Zürs als Filmkulisse

Keine Frage, die Region am Arlberg genießt man am besten hautnah, egal ob mit Ski unter den Füßen oder heißem Punsch in der Hand. Aber auch auf der Leinwand macht sich Lech gut – das beweisen zahlreiche Filmproduktionen, die hier über die Jahre gedreht wurden und die verschiedenen Facetten der Region eindrucksvoll in Szene gesetzt haben. Auch heute geht die Filmwelt am Arlberg ein und aus. Heimische Stars lassen sich regelmäßig blicken und sogar Hollywood ist gern zu Gast. La Loupe schaut hinter die Kulissen von vier bekannten Filmen ... von romantisch bis retro!

Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns (2004)

Drei Minuten dauern die Szenen, die für Bridget Jones in Lech gedreht wurden. Dafür verwandelte sich der Skiort 2004 zehn Tage lang in ein Filmset, um mithilfe von 150 Crewmitgliedern und 500 Komparsen den Nachfolger von Helen Fieldings Bestseller auf die Beine zu stellen. Der Drehort ist dabei auch Ort des Geschehens im Film. Marc Darcy (Colin Firth) lädt seine Freundin Bridget Jones (Renée Zellweger) zu einem Skiurlaub mit Freunden in Lech ein. Sie verschweigt jedoch, dass sie nicht Skifahren kann, und so sind Fettnäpfchen vorprogrammiert: Sie stört ein Skirennen, fällt aus dem Sessellift und schlittert in voller Montur direkt von der Piste in eine Apotheke.

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Bridget Jones 2 / © Tourismusverband St.Anton am Arlberg

Auch wenn es im Film von Beeban Kidron anders dargestellt wird, macht sich die texanische Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger – im Gegensatz zu ihrem Filmpartner Colin Firth – sehr gut auf Skiern und konnte die Ski-Szenen selbst drehen. Colin Firth hingegen ließ sich von einem professionellen Lecher Skifahrer doppeln. Neben der Piste und dem Ortskern diente auch das Lecher Hotel Arlberg als Kulisse. Man munkelt, dass es vielen aus dem Filmteam so gut in Lech gefallen habe, dass sie für einen Urlaub wiederkamen.

Peter schießt den Vogel ab (1959)

Die Komödie aus dem Jahr 1959 mit Peter Alexander und Germaine Damar in den Hauptrollen hat Kultstatus. Was der ein oder andere vielleicht nicht mehr in Erinnerung hat: Der Film spielt vornehmlich in Zürs, denn genau dort verbringt der Portier Peter Schatz nach einem unerwarteten Geldsegen seinen Wintersporturlaub. Er gibt sich als Rinderkönig aus Argentinien aus, lebt in Saus und Braus und macht Bekanntschaft mit der hübschen Telefonistin Renate. Dummerweise gerät er aber auch an eine Hochstaplerin, die ihn gehörig ausnimmt … Gedreht wurde vor dem Hotel Flexen in Zürs sowie im Lecher Ortskern. 84 Neben zahlreichen Winteraufnahmen aus der Arlbergregion trumpft der Film von Géza von Cziffra mit mitreißenden Musikeinlagen und Situationskomik auf.

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Der weisse Rausch © Tourismusverband St.Anton am Arlberg

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Der schwarze Blitz © Tourismusverband St.Anton am Arlberg

Der weiße Rausch (1931)

Die Komödie ist wohl einer der bekanntesten Filme, die am Arlberg gedreht wurden, und der erste Skifilm mit Ton. Die junge Berlinerin Leni (Leni Riefenstahl) bringt ihren Skilehrer Hannes (Hannes Schneider) mit ihrer Tollpatschigkeit zum Verzweifeln. Doch sie hat sich ein Ziel in den Kopf gesetzt: Sie möchte mit Hannes’ Hilfe an einem Skirennen für Anfänger teilnehmen – und dieses gewinnen. Produziert wurde der Film von Arnold Fanck, der mit seinen Landschafts- und Skiaufnahmen aus St. Anton, St. Christoph und Zürs Begeisterung auslöste und den Arlberg für die Kinobesucher zu einem Sehnsuchtsort machte.

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Der weisse Rausch © Tourismusverband St.Anton am Arlberg

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Der doppelte Mann © Tourismusverband St.Anton am Arlberg

Zum Kultstatus trugen auch die für die damalige Zeit revolutionären Filmtechniken, beeindruckenden Sprünge, Choreographien und rasanten Abfahrten bei. Heute ist der legendäre Weiße Rausch nicht mehr nur ein Film, sondern auch der Name eines fulminanten Abfahrtsrennens, das mit knapp zehn Minuten zu einem der längsten gehört. Per Massenstart geht es von der Valluga hinunter ins Tal.

Das weiße Paradies (1929)

Dieser eher unbekannte Film ist der früheste erhaltene Spielfilm, dessen Außenaufnahmen in Vorarlberg gedreht wurden. Der Stummfilm von Max Neufeld beleuchtet eine einfache Liebesgeschichte mit zahlreichen Missverständnissen. Fast die Hälfte des Films wird von rasanten Skifahrszenen eingenommen, die kunstvoll arrangiert sind. So ist es kaum verwunderlich, dass die Handlung im Hintergrund steht und sich der Film primär auf die verschneite Winterlandschaft und die Skiszenen fokussiert.

Für letztere wurden erfahrene Skifahrer aus dem Ort engagiert. Die Kulisse bilden Zürs, Lech und die Flexenstraße. Als Team und Schauspieler zurück nach Wien kamen, schrieb die Zeitschrift „Mein Film“: „Aber nicht nur die Darsteller, auch der Regisseur Neufeld, der Kameramann Schwertführer und Aufnahmeleiter Hoffermann sehen frisch, erholt und sonngebräunt aus, als kämen sie geradewegs von der Riviera.“

© Tourismusverband St.Anton am Arlberg

Hall of Fame

Eine spannende Retrospektive der Arlberger Filmgeschichte und eine umfangreiche Ausstellung über legendäre Skipioniere der Region findet man in der Hall of Fame an der Bergstation der Flexenbahn. Wer genügend Ausdauer mitbringt, darf sich dann noch mit den Skiern auf die eindrucksvolle Skirunde Run of Fame begeben, die 85 Kilometer lang von St. Anton/ Rendl über Zürs nach Warth führt und den berühmten Skiassen gewidmet ist.

Weitere Filme, die am
Arlberg gedreht wurden:

• Der große Sprung (1927)

• Die Hexe vom Arlberg (1953)

• Der schwarze Blitz (1958)

• Zwölf Mädchen und ein Mann (1959)

• Der doppelte Mann (1967)

• Sir Arthur Knatterski (1980)

• Die Pistenteufel (1983)

• Fünf-Sterne-Kerle inklusive (2005)


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